Schach: Gangart des Springers und effektiver Einsatz in der Praxis
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Für Einsteiger im Schach ist es der erste Schritt zu lernen, wie die Figuren ziehen und welchen Wert sie haben. Besonders der Springer zieht ganz anders als alle übrigen Figuren und verwirrt Anfänger anfangs oft.
Schach wird auf 8 mal 8 Feldern (insgesamt 64 Felder) gespielt. Weiß und Schwarz nutzen je 16 Figuren, um den gegnerischen König zu jagen. Jede Figur hat ihren Wirkungsbereich. Betrachten wir zuerst die 6 Figuren und ihren Wert.
Fazit: Der Springer zieht in L-Form – 2 Felder längs oder quer, dann 1 Feld rechtwinklig – und überspringt Figuren als einzige Figur. Im Zentrum hat er viele Ziele und glänzt beim gleichzeitigen Angriff auf 2 Figuren.
In diesem Text nennen wir die Felder beim Namen: Linien von links nach rechts a–h, Reihen von Weiß aus 1–8. Die Partienotation ist die Aufzeichnung der Partie. Darin steht N für den Springer, gefolgt vom Zielfeld.
Die Markierungen in den Diagrammen bedeuten Folgendes:
- Blauer Rahmen: die betrachtete Figur oder das betrachtete Feld
- Grünes Feld: kontrolliertes Feld (wo eine gegnerische Figur geschlagen werden kann) oder genutztes Feld
- Rotes Feld: angegriffenes oder gefährdetes Feld
- Grüner Pfeil: wichtiger Zug (die in dem Diagramm gezeigte Bewegung der Figur)
Die 6 Figurenarten und Richtwerte für den Figurenwert
Im Schach gibt es 6 Figuren: Bauer, Springer, Läufer, Turm, Dame und König. Da man oft Figuren schlägt oder verliert, hilft ein Punktwert zur Orientierung bei Entscheidungen.
| Figur | Punktwert | Gangart |
|---|---|---|
| Bauer | 1 Punkt | Zieht 1 Feld vorwärts und schlägt diagonal nach vorn. Nur beim ersten Zug darf er 2 Felder vorrücken. |
| Springer | 3 Punkte | Zieht in L-Form: 2 Felder waagerecht oder senkrecht, dann 1 Feld rechtwinklig. Kann über andere Figuren springen. |
| Läufer | 3 Punkte | Zieht diagonal beliebig viele freie Felder weit, solange kein Hindernis im Weg steht. |
| Turm | 5 Punkte | Zieht waagerecht und senkrecht beliebig viele freie Felder weit, solange kein Hindernis im Weg steht. |
| Dame | 9 Punkte | Zieht in jede Richtung (geradeaus oder diagonal) beliebig viele freie Felder weit. |
| König | Nicht in Punkten messbar | Zieht 1 Feld in jede beliebige Richtung. Wird er mattgesetzt, ist die Partie verloren; daher nicht messbar. |
Die Punkte sind keine absolute Stärke und hängen von der Stellung ab, helfen aber beim Abtausch. Gibt man einen Springer oder Läufer mit 3 Punkten für einen Bauern mit 1 Punkt her, verliert man 2 Punkte. Behalten Sie diese Werte im Blick.

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Erlernte Taktiken prägen sich am besten ein, wenn man sie direkt auf dem Brett ausprobiert. Da die KI direkt auf dem Gerät rechnet, können Sie auch ohne Internetverbindung überall Partien spielen.
Besondere Gangart des Springers und das Überspringen

Abbildung 1 als Text
Weiß: König h1, Springer d4
Schwarz: König a8
Am Zug: Weiß
Hervorgehobene Felder: d4 (im Blick), b3 (gedeckt), b5 (gedeckt), c2 (gedeckt), c6 (gedeckt), e2 (gedeckt), e6 (gedeckt), f3 (gedeckt), f5 (gedeckt)
Pfeile: d4→e6 (wichtiger Zug)
FEN: k7/8/8/8/3N4/8/8/7K w - - 0 1
Im Diagramm steht ein weißer Springer im Zentrum auf d4; grüne Felder zeigen seine Züge. d4 ist die 4. Linie von links und 4. Reihe von Weiß. Der Springer zieht im L: 2 Felder längs oder quer, dann 1 Feld im rechten Winkel (grüner Pfeil zeigt den Zug d4 nach e6). Von d4 erreicht er c6, e6, b5, f5, b3, f3, c2 oder e2. Diese 8 Felder kontrolliert er. Die Könige auf a8 und h1 vervollständigen die Stellung und ziehen nicht.
Die größte Stärke des Springers ist das Überspringen anderer Figuren. Weitreichende Figuren wie Turm, Läufer oder Dame stoppen, wenn Figuren im Weg stehen. Der Springer ignoriert Hindernisse und landet direkt auf dem Zielfeld.
Zudem wechselt bei jedem Zug die Feldfarbe: von hell zu dunkel (hier braun) oder umgekehrt. Steht der Springer auf einem dunklen Feld wie d4, landet er danach stets auf einem hellen Feld. Das hilft, gegnerische Springerzüge vorauszusehen.
Der Doppelangriff: die gefürchtete Springergabel

Abbildung 2 als Text
Weiß: König h1, Springer b5
Schwarz: König e8, Turm a8
Am Zug: Weiß
Hervorgehobene Felder: c7 (im Blick), e8 (angegriffen), a8 (angegriffen)
Pfeile: b5→c7 (wichtiger Zug)
FEN: r3k3/8/8/1N6/8/8/8/7K w - - 0 1
Hier steht der weiße Springer auf b5. Zieht er nach c7 (Partienotation Nc7+, + bedeutet Schachgebot), greift er gleichzeitig den König auf e8 mit Schachgebot und den Turm auf a8 an. Die 2 roten Felder zeigen die Angriffsziele. Greift 1 Figur 2 oder mehr Figuren zugleich an, nennt man das Doppelangriff. Der König auf h1 zieht hier nicht.
Gegen den Springer-Doppelangriff gibt es selten Schutz. Ein Schachgebot pariert man durch Wegziehen des Königs, Dazwischenstellen einer Figur oder Schlagen des Angreifers. Da der Springer überspringt, hilft Dazwischenstellen nicht. Schwarz kann ihn hier nicht schlagen, muss den König ziehen, und Weiß schlägt im nächsten Zug den Turm auf a8.
Um den Springer voll zu nutzen, stellt man ihn nah ans Zentrum. Am Rand hat er nur 2 bis 4 Zielfelder, im Zentrum bedroht er bis zu 8 Felder. Bei verstelltem Brett mit vielen Bauern wird der springende Springer zur Schlüsselfigur.
- Sichere Felder wählen: Auf Feldern, von denen gegnerische Bauern ihn nicht vertreiben können, bleibt er lange wirksam.
- Gabeln vorbereiten: Greifen Sie König und eine weitere Figur gleichzeitig an, um wertvolles Material zu erobern.
- Sprungfähigkeit ausnutzen: In verstopften Stellungen zieht der Springer ungehindert an blockierenden Figuren vorbei.
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Häufige Fragen
Ist ein Springer oder ein Läufer wertvoller?
Beide zählen 3 Punkte. Bei vielen Figuren und vollem Brett ist der Springer im Vorteil, da er überspringen kann. Bei offenem Brett mit wenigen Figuren wird der weitreichende Läufer oft stärker.
Darf man den Springer gleich im ersten Zug ziehen?
Ja. Da der Springer vor ihm stehende Bauern überspringen kann, darf er bereits im ersten Zug vor die Bauernkette springen.
Wie erkennt man die Zielfelder des Springers am schnellsten?
Suchen Sie nach Feldern mit anderer Farbe. Bei jedem Schritt wechselt der Springer zwischen hell und dunkel, wodurch Zielfelder auf der anderen Farbe leicht auffallen.
Wie zieht der Springer im Schach?
Er zieht 2 Felder längs oder quer und 1 Feld im rechten Winkel (L-Form). Stehende Figuren überspringt er einfach.
Wohin entwickelt man den Springer in der Eröffnung am besten?
Meistens auf die 3. Reihe der eigenen Seite, in die 3. oder 6. Linie von links. Von dort kontrolliert er Zentrumsfelder und hat viel mehr Zielfelder als am Rand.
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