Partienotation im Schach lesen und Züge Schritt für Schritt analysieren
Veröffentlicht

Wenn man nach dem Erlernen der Regeln von Schach nicht weiß, wie man gewinnt, ist die Partienotation der beste Weg. Wer versteht, wie man die Partienotation liest, begreift die Absichten starker Züge und kann eigene Partien in Apps leichter analysieren.
Die Abfolge von Buchstaben und Symbolen folgt festen Regeln und zeigt Zielfelder sowie gezogene Figuren an. Lernen Sie die Grundlagen, um spielentscheidende Momente selbst zu erkennen.
Grundlagen der Notation mit Koordinaten und Figurenkürzeln
Das Schachbrett besteht aus 8 Feldern in Länge und Breite, also insgesamt 64 Feldern. Die Linien werden von links nach rechts mit Kleinbuchstaben a bis h bezeichnet, die Reihen von Weiß zu Schwarz mit den Zahlen 1 bis 8. Aus Sicht von Weiß ist das Feld unten links a1, und zentrale Schlüsselpunkte werden als d4 oder e4 dargestellt.
| Figur | Kürzel | Hauptmerkmale |
|---|---|---|
| König | K | Zieht 1 Feld in jede Richtung, wichtigste Figur |
| Dame | Q | Zieht beliebig weit gerade oder diagonal |
| Turm | R | Zieht beliebig weit entlang Linien und Reihen |
| Läufer | B | Zieht beliebig weit diagonal |
| Springer | N | Springt über Hindernisse in alle Richtungen |
| Bauer | (keins) | Zieht nur vorwärts, schlägt diagonal nach vorn |
Zieht eine Figur, wird der Großbuchstabe der Figur gefolgt von den Zielkoordinaten notiert. Zieht etwa ein Läufer nach c4, schreibt man „Bc4“, springt ein Springer nach f3, heißt es „Nf3“. Nur beim Bauer wird kein Buchstabe notiert, sondern lediglich das Zielfeld wie „e4“.

Symbole für Schlagen und Sonderzüge
Abbildung 1 als Text
Weiß: König e1, Dame d1, Turm a1 h1, Läufer c1 f1, Springer f3 b1, Bauer e4 a2 b2 c2 d2 f2 g2 h2
Schwarz: König e8, Dame d8, Turm a8 h8, Läufer c8 f8, Springer b8 g8, Bauer a7 b7 c7 d7 f7 g7 h7 e5
Am Zug: Schwarz
Letzter Zug: g1→f3
Hervorgehobene Felder: f3 (wichtig), e5 (schlecht)
Pfeile: f3→e5 (Drohung)
FEN: rnbqkbnr/pppp1ppp/8/4p3/4P3/5N2/PPPP1PPP/RNBQKB1R b KQkq - 1 2
Dieses Diagramm zeigt, wie Weiß den Bauer nach e4 zieht, Schwarz mit e5 antwortet und der weiße Springer von f3 aus den gegnerischen Bauer auf e5 angreift. Züge wie 2.Nf3 von Weiß kommen in der Partienotation sehr oft vor. Beim Schlagen wird ein „x“ eingefügt; schlägt der Springer auf e5, notiert man „Nxe5“.
Schlägt ein Bauer diagonal, wird der Buchstabe seiner Ausgangslinie vorangestellt. Schlägt etwa ein Bauer auf der e-Linie eine Figur auf d5, schreibt man „exd5“. Sonderzüge haben eigene Zeichen: Die Rochade mit König und Turm heißt kurz „O-O“ auf dem Königsflügel und lang „O-O-O“ auf dem Damenflügel.
- Symbol „+“: Zeigt ein Schachgebot gegen den gegnerischen König an.
- Symbol „#“: Zeigt das unentrinnbare Schachmatt an.
- Symbol „=“: Zeigt die Umwandlung eines Bauern auf der gegnerischen Grundreihe an, ergänzt durch die neue Figur wie bei „e8=Q“.
Beherrscht man diese Symbole, ersteht der Kampf auf dem Brett allein beim Lesen der Notation vor dem inneren Auge.
In der App spielen
Gelernte Taktik prägt sich am besten ein, wenn man sie auf dem Brett ausprobiert. Die KI rechnet direkt auf dem Gerät, sodass Sie auch ohne Netz bis zum Schluss spielen können.
Schachmatt-Züge auf dem Brett nachvollziehen
Abbildung 2 als Text
Weiß: König e1, Dame f7, Turm a1 h1, Läufer c4 c1, Springer b1 g1, Bauer e4 a2 b2 c2 d2 f2 g2 h2
Schwarz: König e8, Dame d8, Turm a8 h8, Läufer c8 f8, Springer c6 f6, Bauer a7 b7 c7 d7 g7 h7 e5
Am Zug: Schwarz
Letzter Zug: h5→f7
Hervorgehobene Felder: f7 (wichtig), c4 (gut), e8 (schlecht)
FEN: r1bqkb1r/pppp1Qpp/2n2n2/4p3/2B1P3/8/PPPP1PPP/RNB1K1NR b KQkq - 0 4
Das Diagramm zeigt die Stellung, in der die weiße Dame nach f7 zieht und den schwarzen König mattsetzt. Die Angabe „Qxf7#“ bedeutet, dass die Dame auf f7 schlägt und sofort Schachmatt setzt. Da der Läufer auf c4 das Feld f7 deckt, kann der König die Dame nicht schlagen.
Frühe Mattmotive, die Anfängern oft unterlaufen, lassen sich anhand der Partienotation logisch analysieren. Statt nur auf das Brett zu blicken, hilft es, Schwachstellen Schritt für Schritt anhand der Notation nachzuvollziehen.
Neben Mattstellungen hilft die Partienotation auch zu verstehen, warum eine Partie durch Patt remis endete, wenn ein Spieler ohne Schachgebot keinen legalen Zug mehr hat.
Partien schrittweise analysieren mit der App

In Schach: Kaiser Napoleon für Mobilgeräte können Sie Partien nach Spielende vom ersten Zug an Schritt für Schritt zurückspulen. Partien gegen die KI laufen komplett offline, und per Online-Verbindung erhalten Sie eine schriftliche Analyse der Schlüsselmomente.
So analysieren Sie Ihre Partien effektiv:
- Im Ergebnisbildschirm die Wiedergabe der Partienotation wählen und die Eröffnung Zug für Zug durchgehen.
- An Stellen anhalten, an denen Sie unter Druck gerieten, und nach besseren Auswegen suchen.
- Im Spiel gegen die KI die Zugrücknahme (bis zu 3-mal pro Partie) prüfen und überlegen, ob die Entscheidung richtig war.
- Die Analyse nach der Partie lesen und ungenutzte Gegenchancen auf dem Brett nachstellen.
Statt viele Partien unüberlegt aneinanderzureihen, verbessert die Analyse anhand der Partienotation Ihr Spiel nachhaltig. Nutzen Sie die Notation, um sichere Gewinnwege zu finden.
Häufige Fragen
Warum wird der Buchstabe für den Bauer in der Notation weggelassen?
Weil Bauern am häufigsten vorkommen und am meisten ziehen. Durch das Weglassen bleibt die Partienotation übersichtlich und kompakt.
Wie notiert man Züge, wenn 2 gleiche Figuren auf dasselbe Feld ziehen können?
Man fügt die Ausgangslinie oder Ausgangsreihe hinzu. Können Springer auf b1 und f3 beide nach d2 ziehen, schreibt man „Nbd2“.
Ist die Analyse in „Schach: Kaiser Napoleon“ auch ohne Internetverbindung möglich?
Das schrittweise Zurückspulen der Partienotation funktioniert offline. Für die schriftliche KI-Analyse ist jedoch eine Internetverbindung nötig.
In der App spielen
Werden Sie in der Schach-App Schach: Kaiser Napoleon zu Napoleon und bestreiten Sie 50 Schlachten. Kostenlos spielbar mit In-App-Käufen.
